Mentaltypen im Yoga und Ayurveda
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Mentaltypen im Yoga & Ayurveda 

Wie Yoga entstand auch Ayurveda, die Schwesternwissenschaft des Yoga,  im Himalaya. 
Yoga benutzt traditionell die Terminologie des Ayurveda, vor allem um die körperliche Wirkung und den gesundheitlichen Wert der Asanas zu beschreiben. 
Andererseits verwendet Ayurveda die Sprache des Yoga, um die psychischen und spirituellen Aspekte seiner Heilverfahren in Worte zu fassen. 
Beide Systeme haben die gleiche Vorstellung von den geistigen Funktionen und vom subtilen Körper.
Yoga ist auf ayurvedische Medizin angewiesen und Ayurveda braucht Yoga und seine mentale und spirituelle Dimension. 
Nach dem Ayurveda ist jeder Mensch ein einzigartiger Körper-Seele-Typ und hat daher seine eigenen Bedürfnisse, was Nahrung, Bewegung und Lebensweise anbelangt. 
Auch Yoga sollten wir in Harmonie mit unserer Konstitution üben. 
Yoga und Ayurveda definieren die Psyche mithilfe der 3 Grundqualitäten der Ur-Natur (Prakriti), der 3 Gunas 
Sattva (Gleichgewicht)
Rajas (Agression) und 
Tamas (Trägheit).
Die ursprüngliche Natur des Geistes ist Sattva, also Klarheit, Frieden und Harmonie. 
Wenn der Geist jedoch durch die Sinne von außen beeinflußt wird, kommt es zu Störungen (Rajas), und er verliert seine innere Konzentration. 
Die Folge ist, dass er in  der äußeren Welt nach Glück sucht. Mit der Zeit führen diese Störungen zu Trägheit und Widerstand (Tamas). 
Wir haften an der äußeren Welt der Sinne und werden bilind für die innere Welt des Bewusstseins.
Sattva Typen:
- sind friedfertig, ruhig, konzentriert.
- haben gute Gedanken & Absichten.
-  tun spontan Gutes.
- sind rücksichtsvoll, mitfühlend, selbstlos und die Bedürfnisse anderer sind ihnen wichtiger als ihre eigenen.
-  sind erfüllt von Liebe, Glauben, Hingabe & Zufriedenheit
Wer einen klaren Geist (Sattva) hat, braucht in der Regel nur eine leichte und sanfte Asana Praxis und eine ausgewogene Meditationspraxis. 
Rajas Typen:
-  sind immer aktiv und auch mal nervös.
- bemühen sich ihre Wünsche zu erfüllen und eilen von einer Sache zur anderen
- sind impulsiv, ehrgeizig, selbstsicher.
-  fehlen Ruhe und Frieden.
-  schützen jene, die ihnen dienen und bekämpfen jene, die sich ihnen widersetzen.
-  werden leicht wütend und hassen es, wenn sich jemand ihnen in den Weg stellt.
Wer sich hier wiederfindet braucht Asanas, um aufgestaute Energie und Aggressionen loszuwerden. 
Turbulentes Prana (Lebensenergie) muß in den Griff bekommen werden, um auch meditieren zu können. 
Manche Rajas Typen sind allerdings körperlich zu aktiv und benutzen Asana, um noch mehr Stress zu erzeugen.
Eine gut ausbalancierte dynamische Yogaeinheit ohne Wettbewerbsdruck ist genau richtig.
Tamas Typen: 
-  leiden an mentaler Trägheit oder Lethargie.
- sind kaum an spirituellen oder materiellen Zielen interessiert.
-  sind emotional stark gehemmt.
- sind depressiv.
-  werden leicht gewalttätig oder machen sich Illusionen.
-  befinden sich meist im Zustand der Stagnation und die Fähigkeit sich zu ändern ist gering.
Moderne Menschen leiden häufig an Tamas, weil sie zuviel sitzen, sich falsch ernähren. Wenn wir dann versuchen zu meditieren, schlafen wir wahrscheinlich ein. Um Tamas zu reduzieren, brauchen wir intensive Asana Praxis mit vielen Drehungen, Umkehrhaltungen und Rückbeugen.
Unser gewöhnlicher mentaler Zustand ist eine Mischung aus Klarheit (Sattva) , Erregung (Rajas) und Stumpfheit (Tamas). 
Yoga kann dem Geist aber seine ursprüngliche Klarheit zurückgeben. 
Wenn wir ein kristallklares gesundes Bewusstsein entwickeln wollen, müssen wir uns immer darum bemühen, unser Sattva zu stärken, der Zustand der Ausgewogenheit und der Gesundheit.
Rajas birgt in sich ein doppeltes Potenzial: Es kann sich sowohl nach oben zu Sattva als auch nach unten zu Tamas bewegen. 
Aktivität hilft uns, einen höheren Zustand der Harmonie und des Wohlbefinden zu erreichen, aber sie kann uns auch träge machen, wenn wir Energie vergeuden. Der richtige Umgang mit Rajas - die angemessene ( auch körperliche) Aktivität - ist daher der Schlüssel zu den Gunas.
Autor: Andrea Kubasch
Klicke hier um die Playlist zu hören :
Nr
Künstler
Titel
01
Ty Burhoe
Angels Prayers
02
Lucid Dreaming
Lucid Dream
03
MC Yogi
Seven Wheels
04
Omaya
Novo
05
Jamie xx Romy
Loud Places
06
Hot Chip
Easy To Get
07
Blank & Jones
WYB (Deeper)
08
Holter & Mogyoro
All Our Mistakes
09
Madonna
Shanti/Ashtangi
10
Gabriel Le Mar
Mediterranean Cruise
11
Endorphin
Blow Me A Kiss
12
Ibiza Chill Out
Oceana
13
Vinyasa
 
Chandra Namaskara
 
14
Desert Dwellers
 
Subtle Breath
 
15
 
Ashana
 
Soulmerge
 Compiled by Andrea Kubasch
 

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