Mindfood des Monats Die Entdeckung der Langsamkeit
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Mindfood des Monats
 

Die Entdeckung der Langsamkeit

Unser heutiges Alltagsleben spielt sich in einer lauten, bunten und vernetzten Welt ab. Wir erledigen unsere Arbeit am Computer, posten auf Facebook, twittern, buchen Reisen im Internet, schicken SMS Nachrichten herum und erledigen unsere Überweisungen per Online-Banking. 
Beschäftigt sein oder zumindest so zu wirken ist ein Bestandteil unseres modernen Lebensstils. Für viele von uns ist dieses dynamische Leben der einzige Weg, unseren Rhythmus zu gestalten, weil wir auch gar nichts anderes kennen. Folgerichtig zählen die Yogastile, die einen emsig beschäftigen, in unserem Kulturkreis zu den beliebtesten. Ashtanga-, Jivamukti-,Power- oder Bikramyoga sind ähnlich wie unser Alltag, schnell, schweißtreibend und geschäftig. Diese atemlose Hast ist aber nicht unausweichlich Schicksal und auch nicht ausschließlich negativ. Wie in allen Bereichen ist auch hier eine gesunde Balance das Optimum. 
Anspannung und Entspannung sollten in einem harmonischen Gleichgewicht sein. Die Volkskrankheit Nummer 1, Depression, ist ebenfalls zu einem großen Teil auf diese Dysbalance zurückzuführen. 
Langsamkeit und Achtsamkeit sind aber kein unnatürlicher esoterischer Firlefanz, sondern eine Notwendigkeit in unserem Leben. Wir können in einem harmonischen Zustand eine klarere Verbindung zu unserer inneren Stimme aufnehmen. Hier greift die uralte Yoga Idee, dass der wahre Lehrer einem selbst innewohnt. Der Umgebungslärm muss allerdings ein wenig verstummen, um diese Stimme wieder hören zu können. 
Eine sinnvolle Alternative und wichtige Ergänzung in der dynamischen Yogapraxis ist bewusstes Innehalten und langsames Üben. 
Neben dem Yin Yoga, in dem wir  wenige und ausgewählte Haltungen zwischen 3 und 4 Minuten pro Seite halten (auch „Meditation für Großstädter“ genannt), können wir auch im dynamischen Yoga  Ruhe und Stille einkehren lassen. 
Wir werden zwar mit unseren Mustern und angesammelten Energien konfrontiert und  besonders am Anfang empfindet man diese Stille und Bewegungslosigkeit leicht als unnatürlich und oft auch unangenehm. Lasse Dich davon nicht entmutigen. Der Entspannungseffekt nach dieser Praxis ist alle Anstrengungen wert. Energetisch wird der Fokus sehr weit nach innen genommen. 
Ayurveda sagt, daß wir dadurch Ojas ansammeln: verjüngenden und lebensverlängernden Nektar für unseren Körper & Geist.
Unser Körper ist ein Rekorder, der alle Verletzungen, Traumata und Verhaltensmuster unseres Lebens speichert. Deswegen kann die Yoga-Praxis auch emotional eine Herausforderung sein, wenn sich solche Gefühle lösen. Wähle deswegen in der jeweiligen Haltung eine Intensität, die Du aushalten kannst. Wenn Du schon am Anfang der Haltung an Deine Belastungsgrenze gehst, wird diese Grenze mit Sicherheit sehr schnell überschritten sein. So zeigt uns  Yoga auch, das nicht immer mehr und stärker die Schlüssel zum Wachstum sind.

 

Autor: Dirk Bennewitz

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Nr
Künstler
Titel
01
Thomas Lemmer
I Like It
02
Vargo
Silence
03
ATB
Magnetic Girl
04
Massive Attack
Teardrop
05
Chris Zippel
Surface
06
Jamiroquasi
Blue Skies
07
Oka
One
08
Morcheeba
The Sea
09
Oka
Totem
10
Orange
Stay Asleep
11
Ryan Adams
Wonderwall
12
Jeffrey Koepper
Between Dreams
13
Antonymes
 
301210
 
14
Antonymes
 
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 Compiled by Andrea Kubasch
 

 

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